Seit fast 20 Jahren spiele ich auf KORG-Instrumenten – angefangen mit der Pa3X, später der Pa4X und inzwischen, wenn auch nicht immer freiwillig, auch mit der Pa5X.
Die Pa3X und insbesondere die Pa4X waren für mich Instrumente, die von KORG über viele Jahre intensiv gepflegt, weiterentwickelt und verbessert wurden. Viele Funktionen waren durchdacht und konsequent auf die Bedürfnisse von Musikern abgestimmt. Man hatte das Gefühl, dass KORG wirklich daran interessiert war, ein zuverlässiges und professionelles Arbeitsinstrument zu entwickeln und kontinuierlich zu verbessern.
2021 kam dann die Pa5X auf den Markt.
Meine persönliche Wahrnehmung war von Anfang an, dass hier ein völlig neues System auf eine neue technische Basis gestellt wurde, ohne die Reife und Funktionalität des Vorgängers von Anfang an wieder zu erreichen.
Die Pa5X wurde umfangreich beworben und es wurde immer wieder vermittelt, dass die bekannten Funktionen der Pa4X auch auf der Pa5X wieder zur Verfügung stehen beziehungsweise weiterentwickelt werden sollen.
Bis heute ist das aus meiner Sicht nicht vollständig gelungen.
Stattdessen habe ich zunehmend den Eindruck gewonnen, dass KORG uns Musikern ein sehr teures Keyboard auf den Markt gebracht hat, dessen Entwicklung und Fertigstellung anschließend nicht mit der Konsequenz weitergeführt wurde, die ich von KORG aus der Vergangenheit gewohnt war.
Viele Funktionen, die ich von der Pa4X kenne und im täglichen Live-Betrieb benötige, sind auf der Pa5X bis heute nicht oder nur eingeschränkt möglich. Andere Funktionen wurden zwar technisch umgesetzt, sind aus meiner Sicht aber nicht konsequent zu Ende gedacht.
Seit mehr als drei Jahren melde ich Softwarefehler und funktionale Defizite immer wieder an den KORG-Support. Bei jedem neuen Software-Update hoffe ich erneut, dass einige dieser Punkte endlich behoben werden.
Bis heute sind jedoch zahlreiche dieser Probleme weiterhin vorhanden.
Besonders ärgerlich ist dabei, dass es sich bei manchen Fehlern nicht um grundlegende technische Probleme handelt, sondern teilweise um Dinge, die auf mich wie Flüchtigkeitsfehler in der Software wirken. Bei einigen dieser Punkte frage ich mich tatsächlich, warum sie nach so vielen Jahren noch immer nicht korrigiert wurden.
Und genau das ist für mich inzwischen das eigentliche Problem:
Es fehlt mir an der konsequenten Weiterentwicklung und Fertigstellung dieses Instruments.
Bei mir entsteht zunehmend der Eindruck, dass die Pa5X-Entwicklung nicht mehr mit der Priorität verfolgt wird, die notwendig wäre, um aus diesem Instrument das zu machen, was es meiner Meinung nach sein könnte.
Mit diesem Eindruck bin ich weltweit offenbar nicht allein. Auch zahlreiche andere Musiker und Pa5X-Anwender berichten von fehlenden Funktionen, Softwarefehlern und Problemen im täglichen Einsatz und haben im Laufe der Zeit weitere Defizite entdeckt.
Für alle, die genau wissen möchten, welche Fehler und Einschränkungen mir persönlich aufgefallen sind – und weil mich auch immer wieder andere Musiker danach gefragt haben – möchte ich im Folgenden meine bisher dokumentierten Punkte auflisten:

